für die pädagogische Arbeit mit Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren
Unsere pädagogischen Grundlagen
Es gibt eine Vielfalt von pädagogischen Prinzipien und Konzepten in der heutigen Kindergartenlandschaft. Seit 10 Jahren arbeiten wir nach folgender Konzeption, die immer wieder überprüft und erweitert wird;
1.Das KiBiz (Kinderbildungsgesetz) in NRW gibt uns ab dem 1. 8. 2008, so wie bisher das GTK (Gesetz für Tageseinrichtungen für Kinder) einen eigenständigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag.
2.Unser Bildungskonzept
Dieses Konzept gründet auf der Annahme, „das Kind ist der Akteur seiner Welt“. Bildungsprozesse werden von uns angeleitet und begleitet. Als Basis gilt die Bildungsvereinbarung NRW. Zur Umsetzung der Bildungsvereinbarung haben wir uns für folgende Inhalte entschieden:
2.1 Sprachförderung in unserer Kita
Die Sprachentwicklung eines Kindes beginnt bereits vor der Geburt und ist ca. im 5-6 Lebensjahr im Wesentlichen abgeschlossen. Umso wichtiger ist die frühkindliche Förderung des Sprachzuwachses. Kinder entdecken ihre Sprachwelt mit allen Sinnen. Der Gruppenalltag bietet hierfür viele spontane Situationen. Eine Erweiterung stellt unser sprachpädagogisches Angebot für alle Kinder zwischen drei und sechs Jahren dar. „Finki“ (eine bunte Vogelhandpuppe) läd ein zum: Sprechen, lauschen, reimen, Silben bilden, mit Wort und Satz zu spielen und vieles mehr. Die Ziele sind zum Beispiel: Stärkung im sozial/emotionalen Bereich, Förderung im sprachlichen und kognitiven Bereich. Jeden Dienstag treffen sich die Kinder in kleinen, altersgemischten Gruppen mit einer Erzieherin ca.30 Minuten im „Finkennest“. Hier entdecken die Kinder spielerisch Sprache in vielfach gelenkten pädagogischen Angeboten. Wir arbeiten mit dem Material „Das bin ich“(Finken Verlag, Teilbereiche aus „Hören, Lauschen, Lernen“)und ergänzen dieses situativ durch eigene Ideen.
2.2 mathematische Bildung in Form des „Zahlenlandes“
nach Prof. Preiß
Prof. Preiß entwickelte „ Die Entdeckungen im Zahlenland“
für Kinder ab 4 Jahren, sowie „Die Entdeckungen im Entenland“ als Lernfelder für Kinder ab 2,5 Jahren.
Seit 2005 wird das Projekt „Zahlenland“ in unserer Einrichtung einmal wöchentlich mit verschiedenen Altersgruppen von zwei geschulten Erzieherinnen durchgeführt. Für das lernende Kind bedeutet dies mit allen Sinnen die Mathematik im frühesten Stadium zu erfassen. Es geht darum, den Kindern einen altersgemäßen Zugang zur Welt der Zahlen anzubieten und grundlegende Erfahrungen mit Zahlen zu ermöglichen, die ihnen helfen, Wissen über die Welt aufzubauen und mit ihrem Leben zu verbinden.
Der Aufbau des Zahlenbegriffes vollzieht sich bei den „Entdeckungen im Zahlenland“ im Rahmen von drei Erfahrungs-und Handlungsfeldern:
Im Zahlenhaus
Auf dem Zahlenweg
In verschiedenen Zahlenländern
Entdeckungen im Entenland
Lernfelder für Kinder von zweieinhalb bis vier Jahren
Die Entdeckungen im „Entenland“ wenden sich an Kinder im Alter von zweieinhalb bis vier Jahren. Das Programm wird in unserer Einrichtung seit 2008 von zwei geschulten Erzieherinnen wöchentlich durchgeführt.
Es soll ihren Kindern eine „Bildung von Anfang an“ ermöglichen und orientiert sich dabei am Lernwillen und an der Lernfähigkeit des Kindes. Das Projekt wurde mit der Zielsetzung entwickelt, Kinder im Alter von 2,5 bis vier Jahren an Methoden des Denkens heranzuführen, die ihnen helfen, Wissen über die Welt aufzubauen und mit ihrem Leben zu verbinden.
Die „Entdeckungen im Entenland“ sind in sechs Lernfelder gegliedert, deren Gestaltung vor allem von vier pädagogischen Prinzipien geprägt ist:
Ganzheitlichkeit
Selbstständigkeit der Kinder
soziales Verhalten
Lernen in Zusammenhängen
Der Zusatz „Ordnung in der Welt“ umschreibt die allgemeine Zielsetzung des Projektes, die Kinder zu befähigen, in der Vielfalt und Flüchtigkeit der Dinge klare Strukturen und zuverlässige (dauerhafte) Beständigkeit zu erkennen.
2.3 „Die Ideengruppe“
Im letzten Kindergartenjahr erhalten alle Kinder, die in die Schule kommen, zusätzlich gezielte Angebote, die den Interessen und dem Entwicklungsstand dieser Altersgruppe entsprechen. Die Kinder treffen sich gruppenübergreifend mit zwei Erzieherinnen aus beiden Gruppen einmal in der Woche zu folgenden Aktionen: Beispiele aus den letzten Jahren:
Ich bin ich und „wir“ sind eine Gruppe
Gestaltung eines Theaterspiels mit Vorführung und Theaterbesuch
Stationsarbeit, eigenständiger Umgang mit Arbeitsaufgaben aus dem Bereich Wahrnehmung, Feinmotorik, Musik, Buchstaben und Zahlen
Entspannung und Massage
Verkehrserziehung
Kunst ist…wir besuchen ein Museum und stellen ein eigenes Kunstwerk aus
Entdecken und Erforschen, wir besuchen das ökologische Zentrum Opladen
Aktuelle Ausflüge vor Ort und nach Köln
Wir besuchen die Schule
Wir fahren zwei Tage gemeinsam auf Abschlussfahrt
Alle Angebote beinhalten bildungsorientierte und unterschiedliche Methoden und richtigen sich jedes Jahr neu an der Kindergruppe aus. Schwerpunkte bilden Themenblöcke und Projektformen statt Einzelstunden. Selbstverständlich findet auch in dieser Gruppe gelebte Integration statt, so dass auch die Kinder mit einer Störung oder Behinderung daran teilnehmen und der Übergang zur Schule individuell und gemeinsam mit den Eltern vorbereitet wird. Wir haben mit allen offenen Ganztagsschulen und Förderschulen Kontakt, so dass eine Zusammenarbeit zwischen uns und Folgeeinrichtungen möglich und von unserer Seite erwünscht ist.
Die so genannten „Kann-Kinder“ (Kinder, deren Schulbesuch noch nicht fest steht), erhalten einmal in der Woche zusätzliche Angebote in einer entsprechenden Altersgruppe. Auch hier ist die Elternarbeit ein wichtiges Element.
2.4 Projektwoche „Wald“
Wir gehen mit allen Kindern eine Woche in den Wald. Wir erkunden Pflanzen und Tiere und unsere Verbindung zur Natur. Das „Waldsofa“ ist unser täglicher Treffpunkt. „Waldgerechtes Mittagessen“ wird von unserer Köchin geliefert. Zum Ende des Projektes werden alle Eltern in den Wald eingeladen.
2.5 Experimentierwochen
Einmal im Jahr, in einem Zeitraum von vier Wochen, tauchen alle Kinder in die Welt der Chemie, Physik und Biologie ein. Unsere Räume werden dafür umgestaltet. Das Ziel der Experimente ist die Erkundung von Materialen und die Erfahrung „wie und warum passiert was?“ Dies wird von den Kindern in den Experimenten selbst entwickelt.
3.Beobachtung und Dokumentation
Der Bildungs- und Entwicklungsstand jeden Kindes wird mindestens
einmal im Jahr dokumentiert und den Eltern vorgestellt.
4. Die gemeinsame Erziehungvon Kindern mit und ohne Behinderung ist untrennbar mit dieser pädagogischen Arbeitsweise verbunden.
5. Die Erzieherin ermöglicht eine gegenseitige Beziehung, sie beobachte und gibt die notwendigen Orientierungen und Anregungen und ist in jeder Situation Vorbild
6. Gruppenübergreifendes Arbeiten beinhaltet, dass das ganze Haus allen Kindern durch den Tag hindurch offen steht. Das einzelne Kind, kleine Kindergruppen sowie die ganze Gruppe bekommen in allen Räumen entsprechend vorbereitete Angebote, Unsere Schwerpunkte sind Bewegungserziehung und Kreativitätsentwicklung. Regeln und Absprachen müssen hierfür umgesetzt und eingehalten werden.
7. Das Weiterbestehen beider Gruppen dient der Erfahrung, dass Kinder, Eltern und Fachkräfte ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinschaft haben, „Gruppe" werten wir als pädagogisch wertvolles Lernfeld, in dem persönliche Beziehungen wachsen können
,
Räumlichkeiten und spezielle pädagogische Angebote
Zwei Gruppenräume mit Nebenraum für das freie Spiel
Ein Kinderatelier, das täglich für viel Werken und Kreativität genutzt wird
Ein geräumiger Turnraum zum täglichen Toben, Klettern, Springen und Turnen
Eine Küche, in der die Köchin, aber auch die Kinder brutzeln und backenkönnen
Ein großer Naturspielgarten, der zu jeder Tages- und Jahreszeit bespielt wird
Haustiere (Fische und Hasen), die mit Hilfe der Kinder versorgt und gehütet werden
Abschlussfahrt mit zwei Übernachnachtungen für die Vorschulkinder in ein Haus für Kinder mit Streichelzoo
Ca. acht fortlaufende Nachmittage zur Eingewöhnung der neuen Kinder
Einmal im Monat ein Waldtag
Eine Kinderbücherei für alle Leseratten - von Eltern geführt
Zurzeit lassen wir uns in einer Teamfortbildung zertifizieren. „PAPILIO“ ist ein Präventionsprogramm gegen Gewalt und zur Unterstützung der kindlichen Emotionalität
Kreativität und Phantasie
Unter Kreativität wird die Fähigkeit zu originellem, schöpferischem Denken und Produzieren verstanden. Im Alltag unserer heutigen Welt drohen die kreativen Fähigkeiten immer mehr zu verkümmern. Das Sich-berieseln-lassen und eine passive Konsumhaltung sind zur Zeiterscheinung geworden. Zu oft sprechen wir von Kindern, die „unfähig" sind zu kreativem Spiel. Dem möchten wir mit unserer Arbeit entgegenwirken. Im Alter von 2-6 Jahren besteht großes Interesse an Material und Gestalten, am Singen und darstellendem Spiel, Oft genug sind wir über die originellen und spontanen Fragen und Aussagen von Kindern erstaunt. Und hier setzt unsere Arbeit an.
Ein besonderer Ort im Iddelsfeld ist hierfür das Atelier:
●Materialien in großer Auswahl sind sichtbar, greifbar und stehen zur freien Verfügung
●Hier können die Kinder mit Materialienexperimentieren und forschen
●Die Anwendung von Werkzeugen und der selbständige Umgang damit werden erlernt
●Spontane Einfälle werden unterstützt, Eigene Ideen können in die Tat umgesetzt
Dies alles ist in der Kinderwerkstatt im besonderen Maße möglich, da die Kinder in diesem besonderen Rahmen, in kleinen Gruppen oder einzeln, Fähigkeiten altersgerecht ausprobieren und entwickeln können.
Kreativität begrenzt sich aber nicht nur auf einen Raum, sondern begegnet uns im ganzen Haus, wie z.B. in den Gruppenräumen, den Nebenräumen, dem Garten. Kreative Spiele ebnen den Weg zur Selbständigkeit und Selbstbestimmung. Kreatives Spielen bedeutet für uns, mit den Kindern Ideen zu entwickeln, spielen lassen der Phantasie, entwerfen, tüfteln, probieren, suchen nach Lösungen und Handlungsstrategien.
Unser Anliegen ist es
1. Ehrliches Interesse zu zeigen, sich aktiv mit dem Kind auseinander zu
setzen, seine Neugierde zu wecken
2. Spiel- und Kommunikationsformen zu ermöglichen, die Gelegenheit zum Entdecken und Erproben geben
3. Günstige Umfeldbedingungen zu schaffen z. B. durch Bereitstellung von Material, das genügend Spielmöglichkeiten zulässt. Zu viele Lern- und Spielreize verwirren das Kind.
4. Das Kind mit wenig strukturiertem (Schablone) Material spielen und gestalten lassen. Gestalten kennt keine Leistungsmaßstäbe.
5. Anregungen und Hilfen geben, wenn sie vom Kind erbeten werden. Sich
nicht aufdrängen, sondern die Eigeninitiative des Kindes entwickeln
lassen. Zurückhaltende Kinder durch zusätzliche Impulse motivieren.
Wenn das Kind lernt sein Spiel selber zu organisieren, wie im Freispiel,
beim Gestalten und im darstellenden Spiel, wird es am ehesten zu einer
Ausschöpfung seinerFähigkeiten und Fertigkeiten kommen.
Kreativität befähigt so zu
●Originalität und Spontaneität
●Entwicklung von Ich-Stärke
●einem positiven Lebensgefühl
●dem Mut, eigene Ideen auszuprobieren
auch für die Zukunft.
Kinderwelt istBewegungswelt
Kinderbegreifen und erobern die Welt durch Bewegung.
Die Bewegungsmöglichkeiten sind eingeschränkt, die Bewegungsräume werden immer enger, z. B. durch wenig Spielflächen, gefährliche Straßen, ständig im Auto fahren - und so fehlen die Möglichkeiten den Bewegungsdrang auszuleben.
Eine gesunde Entwicklung ist ganzheitlich, d, h, der Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele ist wichtig. Wir sehen es als eine wichtige Aufgabe der Kita an, Räume und Materialien zur Verfügung zu stellen und Anreize zu schaffen, um diese Bedürfnisse auszuleben. Der Turnraum wird genutzt von Gruppen mit ca. 6-8 Kindern oder von Kleingruppen mit ca. 3-4 Kindern zur gezielten Förderung als auch zum freien Austoben. Gefördert werden sollen der Spaß und die Lust an der Bewegung für ein gutes Körpergefühl. Gleichzeitig gehört dazu ein soziales Zusammenspiel mit anderen Kindern, z. B, aufeinander Rücksicht nehmen, gegenseitig helfen, das Gefühl wichtig zu sein und ernst genommen zu werden.
Kurz gesagt: Selbst gestalten und miteinander handeln
Durch Bewegungsspiele erfährt das Kind seine Stärken, gewinnt Vertrauen in seinen eigenen Körper, sammelt Erfahrungen und stärkt seine Gesundheit - besonders durch spielen im Freien bei jedem Wetter.
Die Bewegungstherapie orientiert sich am Prinzip der Psychomotorik, d. h., nicht die isolierte motorische Förderung des Kindes, sondern das positive Sehen der Gesamtpersönlichkeitsentwicklung.
Wir wollen durch interessante Materialien (z. B. "Loquito", Polster, Tücher, Trampolin, Schwungtuch, Seile, Rollbretter) Bewegungsanreize schaffen.
In freien Bewegungssituationen soll Kreativität im Umgang mit Materialien (Alltagsmaterial z. B. Zeitungen, Joghurtbecher) gefördert werden.
Die Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen erhalten regelmäßige Förderung im Therapie- und Turnraum - einzeln oder in Kleingruppen.
Gemeinsame Erziehung
Unter gemeinsamer Erziehung verstehen wir einen ganzheitlichen Prozess unter Berücksichtigung der Stärken der Kinder, ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnisse. Integration ist immer gegenseitig zu sehen - von den behinderten Kindern zu den nichtbehinderten und umgekehrt.
Diese Aufgabe erfüllen wir, indem wir Möglichkeiten schaffen, in der Gruppe und im ganzen Haus gemeinsam zu spielen und zu lernen. Alle Kinder sammeln vielfältige Erfahrungen im sozialen, emotionalen, kognitiven und gestalterischen Bereich. Die Behinderung eines Kindes findet insoweit Berücksichtigung, dass sich das Kind persönlich entfalten kann, mit Hilfsmitteln umzugehen lernt und im Zusammensein mit anderen Unterstützung bekommt. Das nicht-behinderte Kind erfährt in der Begegnung, dass eine Behinderung zum Leben gehört.
Wir beobachten immer wieder, dass Kinder mit drei und vier Jahren die Behinderung meist gar nicht realisieren. Erst mit fünf oder sechs Jahren kommen Fragen dazu oder werden Unterschiede bemerkt. Viel wichtiger ist es den Kindern, ob sie miteinander spielen können oder eben nicht.
Nach drei Jahren integrativer Arbeit zeigt sich:
Es ist normal, dass man verschieden ist, denn Kinder sind Kinder!
Durch die gemeinsame Erziehung erweiterten sich die Inhalte unserer Arbeit folgendermaßen:
Wir haben die Aufgabe, logopädische und motopädische Therapien in der Einzelförderung und in Kleingruppen zu gewährleisten. Dazu sind - nach dem Integrationsgedanken - auch Kinder ohne eine Behinderung eingeladen. Seit dem Jahr 2001 kommen heilpädagogische Fördermaßnahmen für einzelne Kinder hinzu. Für manche Kinder (z. B. mit einer Schwerhörigkeit) kommen Fachkräfte aus anderen Einrichtungen in unsere KITA,
Alle Therapien werden innerhalb und außerhalb der Gruppe durchgeführt. Therapien haben Vorrang im pädagogischen Alltag, müssen jedoch bei Bedarf auch auf das Gruppengeschehen abgestimmt werden (z. B. Ausflüge).
Wir haben die Aufgabe, mit anderen Fachleuten wie Frühförderstelle, Uni-Klinik, Schulen, Ergotherapeuten, Krankengymnasten etc. zusammen zu arbeiten und uns im regelmäßigen Austausch zu befinden. Die Teilnahme an Facharbeiterkreisen ist selbstverständlich.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird nach unserem pädagogischen Konzept gestaltet und erfährt hierbei keine Unterschiede. Schwierigkeiten ergeben sich nur durch den Fahrdienst, denn die behinderten Kinder werden mit dem Taxi gebracht und der tägliche Kontakt beim Bringen und Abholen ist somit nicht möglich. Informationen müssen dann auf dem schriftlichen oder telefonischen Weg ausgetauscht werden, Regelmäßige Termine für Elterngespräche werden vereinbart.
Gemeinsame Erziehung heißt in der Konsequenz für uns:
Wir nehmen jedes Kind, unabhängig von seiner Behinderung und seines Entwicklungsstandes, auf.
Einzige Bedingung dabei ist: Die Gruppenkonstellation, die sich in der Regel jährlich ändert, muss dies zulassen.
Was uns sonst noch
wichtig ist
Die Kinder unserer Einrichtung entwickeln in der Regel ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Sie sind in den meisten Fällen materiell gut versorgt und erhalten für ihre persönliche Entwicklung viel Unterstützung durch die Familie. Die "neue Bildungsdiskussion" ist Bestandteil unserer pädagogischen Teambesprechung, Deshalb ist es bei unserer pädagogischen Arbeit wichtig - und diese orientiert sich am einzelnen Kind und an dessen Lebenssituation - dass wir folgendes berücksichtigen:
• die Kinder können ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten kennen
lernen, im Tun erfahren und mit Freude entwickeln
• die Kinder werden von den Erwachsenen ernst genommen
• sie können sich selbst und die Dinge der Welt mit allen Sinnen erfassen
• Toleranz untereinander und Gemeinschaftssinn werden in allen Alltagssituationen erlernt und erlebbar
• Konflikte können ausgetragen und konstruktive Lösungen können gefunden werden
• das soziale Miteinander bedeutet konkret: sich einordnen können in eine Gruppe / eigene Interessen vertreten / Rücksicht nehmen lernen / dem anderen helfen
• der Umgang mit Regeln und Grenzen kann gelernt und umgesetzt werden
• die Kinder können sich und die Umwelt mit kindlicher Neugierde und Wissbegierde erforschen und entdecken
Hierbei verstehen wir Erzieherinnen uns als Personen, die eine Beziehung zum Kind herstellen und durch diesen Beziehungsprozess eine sichere Basis ermöglichen. So können für das Kind Orientierung und Sicherheit entstehen, die durch vielfältige Angebote und Methoden erweitert werden.
Zu unserem pädagogischen Konzept gehört ebenso die "Sexualerziehung"
In Absprache mit den Eltern und nach einem gemeinsamen Beschluss im Jahr 2000 verstehen wir unter Sexualerziehung folgendes:
• die Kinder machen aktiv Erfahrungen mit ihrem Körper
• sie bekommen Antworten auf ihre Fragen
• sie erhalten einen Schon- und Schutzraum durch die Erwachsenen
• sie lernen Regeln, wie man sich vor Unangenehmem schützen kann
• Sexualerziehung gehört zu einer ganzheitlichen Erziehung
• die Erzieherinnen beschäftigen sich mit den Entwicklungsphasen dieser Altersgruppe
• die Erzieherinnen bleiben in engem Kontakt mit den Eltern. Dazu bieten wir Elterngespräche, Themenabende und Informationsmaterial an
Fragen dazu - wie auch zum pädagogischen Konzept im Ganzen - werden
jedes Jahr an einem Elternabend besprochen!
Die Eltern
Mit den Eltern „Hand in Hand,.," so kann man unsere Zusammenarbeit beschreiben. Die Eltern sind für uns der wichtigste Partner im Erziehungsalltag mit dem Kind.
Darüber hinaus erfährt die Einrichtung Unterstützung durch die freiwillige Mithilfe bei den Arbeiten, die innerhalb und außerhalb des Hauses anfallen. Vorstand und Elternrat werden durch ehrenamtliche Tätigkeiten der Eltern gebildet (siehe nächste Seite). Zwischen den Gremien und der Leitung sowie dem Team besteht ein regelmäßiger Austausch. Nicht zuletzt feiern wir gemeinsam rund um das Jahr und treffen uns zu aktuellen Anlässen in der Kita.
Eltern und Erzieherinnen
• Einzelgespräche
• „Tür- und-Angel"-Gespräche • Gruppenelternabend
• Gesamtelternabend
• Themenabend mit Referenten • Gesprächskreis
• Hausbesuche
• Kennenlern-Nachmittage für die neuen Kindern und Familien
• Elternberatung nach dem „Heidelberger Modell“ zur frühen Sprachförderung
Aktivitäten von und mit den Eltern
• Planung und Durchführung von Festen und Feiern
• Kinderbücherei von Eltern
• Sportturnier
• Elternbriefe und „Schwarzes Brett"
• Öffentlichkeitsarbeit: Mitarbeit beim Weltkindertag, Erstellung eines Flyers
• Mitarbeit in der Kita, z. B. beim Garten- und Reparaturtag
Ausblick auf mögliche Projekte
Gemeinsam mit den Eltern entwickeln wir Angebote, die der jeweiligen Situation im Kindergarten entsprechen. Deshalb verändern sich auch
immer die Themen, z. B.
• Väter im Kindergarten
• Nachmittagstreff der Familien mit behinderten und nichtbehinderten Kindern